Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche

Was für viele im Jahr zuvor noch nicht im Rahmen des Möglichen schien, wurde tatsächlich Wirklichkeit. Nach einer langen Zeit der sozialen Trennung und der fehlenden Verlässlichkeit in der Frage des Präsenzunterrichts ist dies ein großer Segen: Ferienfreizeiten des CVJM Lippe für Kinder und Jugendliche fanden im Sommer 2021 statt und sind auch für die Herbstferien bereits geplant.
In Teams von freiwillig engagierten Mitarbeitenden werden in den Wochen zuvor Spiele neu entwickelt, eigens für die Freizeit in eine spannende Rahmengeschichte eingebaut und Spielmaterial für die vielen verschiedenen Programmelemente besorgt, hergestellt und entwickelt. Genau hier, in der Entwicklung und Planung von Ferienfreizeiten wird das Feuer der Begeisterung für eine abenteuerreiche Zeit entfacht.
Berge von kreativem Materialen wie Pinsel, Sägen, Textilfarbe, Kleister, Kronkorken, Wachs und Kleber wird in große Kisten gemeinsam mit Spielen, wie Kubb, Riesen-Mikado, Spike-Ball und Indiaca verstaut. Materialien für Geländespiele, wie große Pylonen, Flaggen für Spiele wie „Capture the flagg“ (zu dt.: „Erobere die Flagge“) und Taschenlampen für die Schatzsuche in der Dunkelheit werden hinzugelegt.
Ja, es scheint zu sein wie ein Brandbeschleuniger für die eigene Motivation, wenn es dann das erste Aufeinandertreffen mit den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen gibt. Bei einem Vortreffen wenige Wochen vor der Freizeit, gibt es bereits die Möglichkeit sich untereinander besser kennen zu lernen. Natürlich ist das Ferienprogramm zu diesem Zeitpunkt noch geheim! Wichtige Informationen für die Eltern der Teilnehmenden werden hier nun aber vorab ausgetauscht und auch Fragen zum Ablauf, zur Verständigung während des Programms und anderen organisatorischen Themen haben hier ihren Platz.
In diesem Sommer ging es für eine Gruppe des CVJM nach Ratzeburg in das dortige CVJM Surf- und Segelzentrum. Hier hatten die Teilnehmenden sogar die Möglichkeit, an fünf Tagen die Grundlagen des Windsurfens zu erlernen und beim Stand-Up Paddeling die Wellen mit all ihren Eigenschaft auf dem Ratzeburger See zu fühlen.
Eine andere Gruppe fuhr von Celle/ Lüneburger Heide mit dem Rad bis nach Grömitz in unser CVJM-Feriendorf. Rund 230 Kilometer an fünf aufeinanderfolgenden Tagen war eine lösbare Herausforderung für die Jugendlichen und im Ganzen eine ermutigende Erfahrung. Am Ende standen hier drei erholsame Tage an der Ostsee auf dem Programm.
Die Abenteuerfreizeit für Kinder findet in jedem Jahr sowohl im Sommer als auch im Herbst in unserem CVJM-Freizeitheim in Bösingfeld statt. Beim Lagerfeuer mit Stockbrot konnten sich viele spannende Geschichten erzählt werden. Und wenn eines Tages die Geschichten ausgehen sollten: Während den Ferienfreizeiten des CVJM Lippe werden immer wieder ganz neue Geschichten geschrieben. Dafür setzten sich die geschulten Mitarbeitenden von Jahr zu Jahr in den Schulferien ein.

Mehr Informationen zu Freizeiten und Betreuungsangeboten während der Schulferien für Kinder und Jugendliche finden Sie unter: www.cvjm-lippe.de/freizeitenhttp://www.cvjm-lippe.de/freizeiten

 

Revival-Brunch für Alle

In den letzten Jahren tauchte beim Thema „Revival-Brunch“ mehrmals die Frage auf: „Für wen ist das denn? Kann ich da auch kommen?“
Zunächst war die Zielgruppe dieser Veranstaltung „die letzten 10 Schulungsjahrgänge“. Somit waren „die Jüngeren“ gemeint. Zum Jubiläum wollten wir auch eine Veranstaltung für Familien im Programm anbieten. So ergab es sich, dass die Revival-Brunch-Einladung in diesem Jahr für alle CVJMer ausgesprochen wurde. Parallel zu „den Jüngeren“ fand also ein Brunch für alle statt, der großen Anklang fand. Familien mit Kindern von 1 – 14 Jahren, Teilnehmende aus den ersten Schulungsjahrgängen, dem CVJM-Lippe Verbundene aller Altersklassen fanden sich also am Sonntag ab 11.30 Uhr im Gemeindehaus neben der Kilianskirche ein.

Überraschte Blicke, freudige Umarmungen, Namenssuche und Schwelgen in gemeinsamen Erinnerungen. Wir verbrachten bei Kaffee, Brötchen und Suppe einen begegnungsreichen Brunch, während die Kinder schnell zum Spielen in den Keller verschwanden. Vor dem Festgottesdienst wurde das fantastische Wetter auf einem kleinen Spaziergang bzw. auf dem Spielplatz am Schosspark genossen.
Zum gemeinsamen Brunch-Abschluss trafen sich „die Jüngeren“ und alle anderen Brunch-Teilnehmenden zum gemeinsamen Fototermin auf der Treppe am Kirchplatz. Gestärkt, fröhlich und erfrischt nahmen viele am Festgottesdienst teil und erinnern sich hoffentlich noch eine Weile an „das Wiedersehen zum 125.“

Sandra Herrendörfer-Pick

Einmal noch KonfiTag…

Unter dem Motto „heldenhaft“ fand am 18.09.2021 der diesjährige KonfiTag des CVJM- Kreisverbandes in Berlebeck statt.

Mit dabei waren Konfirmandinnen und Konfirmanden aus den Kirchengemeinden Wüsten, Wülfer-Knetterheide und Berlebeck.

Der KonfiTag wurde als Ersatz für das diesjährige Konfi-Castle veranstaltet und konnte dank traumhaften Wetters auf der Gemeindewiese stattfinden.

Nach einem gemeinsamen Start in den Tag ging es in Gruppen auf die „Heldenrallye“ in den Wald. Dabei mussten Konfirmand:innen und Teamer:innen ihre Fähigkeiten als „Superhelden“ unter Beweis stellen. Bei Aufgaben von „Zielrollen“ über „Denkmalbau“ bis hin zu „Carpushing“, bei dem ein Bulli von den Gruppen die Stembergstraße hochgeschoben werden musste, wurden die Heldenfähigkeiten auf Herz und Nieren geprüft.

In der Mittagspause erfreute sich neben den leckeren Bratwürstchen vor allem die mitgebrachte Parcour-Hüpfburg großer Beliebtheit.

Bei einem KonfiTalk war dann ein wenig Konzentration gefordert. Nachdem die Konfirmanden von Hubert Schilles gehört hatten, einem Helfer der Flutkatastrophe von 2021, mussten sie sich überlegen, welche Eigenschaften einen Helden für sie ausmacht. Ein großes Herz und Hilfsbereitschaft waren zwei der gefundenen Eigenschaften, die anschließend durch Gegenstände kreativ umgesetzt werden mussten, sodass alle Gruppen Anteil daran haben konnten.

In seinem Abschlussimpuls brachte CVJM-Sekretär Tim Seelbach das Thema dann in Verbindung mit dem christlichen Glauben. Jeder kann ein Held sein und das hat nichts mit irgendwelchen Fähigkeiten und Superkräften zu tun. Verdeutlicht wurde diese Aussage durch das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter.  Wer mit offenen Augen durchs Leben geht und hinschaut, wo andere wegschauen, der ist ein Held.

Yanic Redeker

 

Konfi-Castles – Eintauchen in eine besondere Atmosphäre

Für eine Reise aus unserem schönen Lippe in das Paderborner Land braucht es schon ein sehr besonderes Ausflugsziel und einen wirklich wichtigen Grund. Das Ziel konnte sich tatsächlich sehen lassen: Die Wewelsburg, als baulich beeindruckende Erscheinung aus dem 17. Jahrhundert und besonders geschichtsträchtiger Ort mit ihrer Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus, wurde zum Treffpunkt für insgesamt 260 junge Menschen an zwei Wochenenden im Februar.
Jeweils von Freitag bis Sonntag kamen Konfirmandinnen und Konfirmanden gemeinsam mit ihren haupt-sowie ehrenamtlich Mitarbeitenden aus mehr als 9 evangelischen Kirchengemeinden zusammen und feierten drei Tage das Konfi-Castle, zu dem der CVJM-Kreisverband Lippe als Veranstalter eingeladen hatte.

Was für Außenstehende ausgesehen haben mag wie eine Exkursion einer riesigen Schulklasse war für die Jugendlichen eine Auszeit von Schule, Alltagsstress und das Eintauchen in eine besondere Atmosphäre. Rund um die drei Schlagworte „be-STEHEN“, „be-GREIFEN“ und „be-LEBEN“ fanden kreative und bewegungsreiche Aktionen rund um die Burg statt.

Ebenso erkundeten die Teilnehmenden die empörende und zugleich überraschende Geschichte des reichen Zollmitarbeiters Zachäus aus Jericho. Dieser hatte eine wundersame Begegnung, die sein ganzes Leben veränderte. Anstatt wie bisher die Menschen im großen Stil zu betrügen und sich dadurch ein beträchtliches Vermögen anzueignen, gab er plötzlich einen großen Teil des ergaunerten Vermögens an diejenigen zurück, die er noch vor kurzem betrogen hatte. Was war da geschehen? Der Sache musste natürlich nachgegangen werden.

 

Gestaltet von den mehr als 50 Mitarbeitenden der drei CVJM-Ortsvereine und der Kirchengemeinden fanden an den Wochenenden unter anderem unterhaltsame Gameshows mit der ganzen Gruppe im Festsaal zur Einstimmung statt. Bei außergewöhnlichen Sportangeboten am Samstag, wie zum Beispiel dem Pumpenduell, kamen besonders die bewegungshungrigen Jugendlichen auf der großen Grünfläche am Fuße der Burg auf ihre Kosten. Dabei wurden Korken durch umgerüstete Fahrradpumpen auf ausgemachte Ziele geschossen. Natürlich gab es darüber hinaus viel Zeit für Jugger, gespielt mit sogenannten Schaumstoffpompfen, Spikeball und Indiaca.
Workshops am Nachmittag ermöglichten den Teilnehmenden die Chance, die eigenen (teils unentdeckten) Fähigkeiten besser kennenzulernen. Dazu wurden bewegungsreiche Workshops wie das Klettern an Kisten mit professioneller Ausrüstung, das Schießen mit Pfeil und Bogen, ein außergewöhnliches Strategie-Geländespiel ebenso wie kreative Workshops mit Paracordbändern und Handlettering angeboten.
Die Nachfrage eines Teilnehmenden, warum das Wochenende nicht vier Tage länger sein könnte, bestätigte die Vermutung: Die Anfahrt zur Wewelsburg in das schöne Paderborner Land mit all den Programmhighlights hat sich gelohnt. Schon im Herbst wird es ein weiteres KonfiCastle mit mehr als acht weiteren lippischen Kirchengemeinden geben.

75. Lippischer CVJM-Jungschartag in Vahlhausen

Rund 100 Kinder und Mitarbeitenden aus ganz Lippe feierten am 25. September 2021 in Vahlhausen den 75. Lippische CVJM-Jungschartag.

Endlich wieder spielen, hüpfen, klatschen und singen. Von Anfang an war deutlich zu spüren wie groß die Sehnsucht aller Anwesenden nach Bewegung und Begegnung war. Das Wetter konnte nicht besser sein, bei strahlendem Sonnenschein wurde der Jungschartag durch die 1. Vorsitzende des CVJM Vahlhausen, Katrin Meier, eröffnet.

Danach erfolgte der Einmarsch der einzelnen Jungscharen aus 7 verschiedenen CVJM und Kirchengemeinden. Voran das Olympische Feuer, getragen durch die Jungscharler/innen des CVJM Vahlhausen, gefolgt von den anderen Jungscharen mit ihren selbst gestalteten bunten Wimpeln.

Die mit Spannung erwartete Olympiade konnte beginnen. Mit viel Freude und Feuereifer absolvierten 12 Mannschaften mit jeweils 4-5 Kindern die Spielstationen, die Christian Sohn aus dem Jungscharbeirat rund um die Kirche in Vahlhausen mit seinem Team aufgebaut hatte.

Nach Toben und Muffins zur Stärkung, folgte ein bewegungsreicher Action-Quiz, der noch einmal die ganze Kreativität und Geschicklichkeit der Kinder forderte.

Den Abschluss des Jungschartages bildete die Siegerehrung der Olympiade. Neben Sachpreisen warteten auf die Siegermannschaft der heißbegehrte Wanderwimpel des CVJM Lippe, der jeweils für ein Jahr im Besitz der Siegermannschaft bleibt.

Nach einem erlebnisreichen Tag verabschiedeten sich die Kinder und Mitarbeitenden wie in jedem Jahr mit einem lauten: „Mit Jesus Christus mutig voran!“.

Der CVJM-Kreisverband Lippe ist dankbar über finanzielle Unterstützung des Jungschartages durch das Sonderförderprogramm des BMFSFJ “Aufholen nach Corona für Kinder- und Jugendliche”.

Auf dem Weg

Eine Woche lang haben wir gemeinsam in den vier Evangelien spannende Entdeckungen machen können. Die Ostergeschichte wurde neu durchforscht und der Schöpfer dieser Welt als Retter für uns ganz neu erkennbar. Das ganze fand zuhause auf der Couch oder beim morgendlichen Kaffe im Bett statt. Vielleicht auch an der frischen Luft auf dem Balkon oder im Wald. Wo auch immer- Gott begegnet uns durch sein Wort. Die gemeinschaftliche Bibellese aus der YouVersion-Bible App hat über 40 Teilnehmende hierbei wesentlich unterstützt. 

Du hast dich noch nicht auf den Weg gemacht und möchtest auch wissen, worüber andere sprechen? 
Schau einmal hier vorbei. Hier findest du Bibelstellen, Kurzandachten und Kommentare von anderen die dich auf diesem Weg begleiten können. 

 

JUKO & FRIENDS – Ahoi, Matrosen!

Am 2. Oktober hieß es endlich wieder Ahoi zum JUKO & FRIENDS des CVJM Lippe. Dieses Mal traf sich eine Gruppe von rund 20 Jugendlichen und einem hochmotivierten Team in Hohenhausen im Kalletal. Nach einem entspannten Kennenlernen hieß es Segel setzen mit Kurs auf einen thematischen Einstieg. In mehreren Kleingruppen beschäftigten wir uns mit Krisen und deren Bewältigung. Wann in unserem Leben waren wir schon einmal kurz vor einem Schiffbruch und wie könnten man sich retten, wenn man zu kentern droht? Das auch die Jünger Jesu schon ähnliche Situationen erlebt hatten laßen wir im Anschluss nach; eine kreative Gestaltung dieser Geschichte in Form von Standbildern rundete den inhaltlichen Teil gelungen ab.

Danach hieß es quizzen was das Zeug hält! In Teams traten die Jugendlichen in diversen Kategorien gegeneinander an um schlussendlich einen Sieger zu küren.

Nach einer kurzen Stärkung ging es nun endlich nicht nur metaphorisch bei Rinteln aufs Wasser. In mehreren Kanus fuhren wir den Nachmittag über auf der Weser. Dort kam es auf effizientes Teamwork und gute Absprachen an, um voran zu kommen. Mit viel spontanem Gesang, gemeinsamem Paddeln, und Situationen, in denen das Kentern provoziert wurde kam der Spaß an diesem Tag keinesfalls zu kurz. Auch für eine kurze Runde „Entenangeln“ war Zeit. Am Zielort in Vlotho angekommen ließen wir den Abend bei gemeinsamer Pizza am Ufer ausklingen. Als Abschluss hörten wir eine Abendandacht, danach traten alle ausgepowert und glücklich die Heimreise an.

So ging ein Tag zu Ende, an dem Gemeinschaft gelebt wurde die vielen von uns lange fehlte und sowohl Bewegung als auch der persönliche Glaube manche Aha-Momente bescherte. Darum freuen wir uns schon auf das nächste JUKO & FRIENDS am 25. & 26. Februar 2022, dann hoffentlich auch wieder mit einer Übernachtung! Bis dahin: „Ahoi Matrosen!“

 

Der CVJM-Kreisverband Lippe ist dankbar über finanzielle Unterstützung des JUKO & FRIENDS durch das Sonderförderprogramm des BMFSFJ “Aufholen nach Corona für Kinder- und Jugendliche”.

-Alisha Wolff, Mitarbeiterin in Leopoldshöhe

 

Krisenzeit- Was uns bewegt

Wir möchten durch diese anhaltende Krisenzeit hindurch unsere Ortsvereine darin unterstützen, Menschen im Glauben zu begleiten, sie für Gottes gute Botschaft zu begeistern und mutig Schritte zu gehen. Dazu sind wir auf vielschichtige Hilfen angewiesen.
Anhand zwei veröffentlichter Briefe möchten wir unsere aktuelle Situation verdeutlichen.
Wir freuen uns sehr über die große Anteilnahme, die vielen guten Wünsche und die Großzügigkeit in finanziellen Hilfen und im Gebet.

Alles Gute für Sie und euch!

 

 

Offener Brief Teil 1: Was bedeutet “Corona” für den CVJM-Kreisverband Lippe e.V.?
Offener Brief Teil 2: Was bedeutet “Corona” für den CVJM-Kreisverband Lippe e.V.? 

 

Auf den Spuren Jesu

Am frühen Morgen um 5 Uhr trifft sich eine Gruppe von 20 Personen in Nienhagen. Dort beginnt die Reise in ein spannendes Land.

Planmäßig landen wir in Tel Aviv und werden nach einem PCR-Test von unserem israelischen Reiseleiter Dany empfangen und ins Hotel in unsere Zimmer gebracht. Als wir uns am nächsten Morgen alle unten zum Frühstück treffen, fällt unseren Reiseleitern Michael und Dany ein Stein vom Herzen: Alle haben ein negatives Ergebnis bekommen, und das Abenteuer kann beginnen.

Wir starten mit dem Bus nach Akko, einer alten Kreuzfahrerfestung und besichtigen den Hafen und die Festung. Dies ist unser erster Eindruck von Israel.

Während unserer Besichtigung war unser Busfahrer Schragar sehr fleißig und hat uns ein wunderbares Mittagessen gezaubert, das wir auf einem Picknickplatz serviert bekommen. So werden wir auch in den nächsten Tagen verwöhnt.

Gestärkt ging es weiter nach Nazareth. Dort wird uns im Nazareth Village erklärt, wie die Menschen zurzeit Jesus gelebt haben. Die verschieden Berufe und das karge Land wird uns hautnah gezeigt. Gleichzeitig wird uns die Bestattungskultur der damaligen Zeit nahegebracht.

Weiter geht es zum Abendessen und zur Übernachtung in ein Kibbutz am See Genezareth. Am nächsten Morgen starten wir mit einer Führung durch eins der letzten sozialistisch geführten Kibbutze. Am beeindruckensten fand ich die Besichtigung eines Bunkers, indem in den drei Jahren vor Einnahme der Golanhöhen die Kinder der Kibbutzbewohner schlafen gelegt wurden. Dort bekommen wir auch den ersten Eindruck über die politische Lage des Landes.

Nun folgt ein Tag auf den Spuren Jesus und seines Lebens am See Genezareth und Umgebung. Wir besichtigen die schöne Kirche am Ort der Bergpredigt, die Brotvermehrungskirche mit ihren vielen Mosaiken und Kapernaum, den wichtigen Wohn- und Wirkungsort Jesus und seiner Jünger.

Eine Fahrt über die Golanhöhen macht uns die Wichtigkeit dieses Landstreifens für das Land Israel bewusst. Die einzigartige Landschaft zeigt immer noch Spuren der Auseinandersetzungen mit den Nachbarländern.

Nach unserer zweiten Nacht im Kibbutz starten wir in Richtung des Toten Meeres und überqueren das erste Mal die Grenze in das Westjordanland. Wir fahren entlang des Grenzstreifens zu Jordanien, der auf der einen Seite der Straße bewässert und mit Dattelpalmen bepflanzt ist und auf der anderen Seite aus karger Felswüste besteht. Nach einem Stopp und einer kleinen Andacht an der Stelle, an der Johannes Jesus getauft hat, erreichen wir bald das Tote Meer. An diesem riesigen Salzmeer fahren wir entlang bis zu der Felsenfestung Massada, die auf einem großem Felsplateau liegt. Nach der Auffahrt mit der Seilbahn erreichen wir die Festung, in der die Juden verzweifelt gegen den Ansturm der römischen Besatzer kämpften. Wie immer hat uns Dany die Geschichte über den kollektiven Selbstmord der aussichtslos kämpfenden Juden sehr anschaulich erzählt. Einige von uns legen den Rückweg über den Schlangenweg zu Fuß zurück. Unten angekommen wartet wieder ein leckeres Mittagessen von Schragar auf uns.

Weiter geht es zum Bad im Toten Meer. Das Erlebnis im Wasser zu schweben, haben etliche Mitreisende bei herrlichen Temperaturen von ca. 24°C genossen. Danach steigen wir in den Bus und es geht auf nach Jerusalem. Jerusalem liegt zwar nur wenige Kilometer entfernt, aber es sind 1200 Höhenmeter zu überbrücken. Dort angekommen steigen wir für einen ersten Ausblick aus und sind in einer ganz anderen Welt. Die Temperatur hat sich halbiert. Durch Jerusalem geht es zu dem nur 13 km entfernt liegendem Bethlehem. An diesem Tag wird uns nochmal richtig bewusst, wie die Grenze verläuft. ¾ von Jerusalem liegt in Israel und Bethlehem ist Palästina. Man kann sich sehr gut vorstellen, dass dies zu Konflikten führt, und die Mauer erinnert uns sehr stark an Berlin.

Nach der ersten Nacht in Bethlehem kommt unser palästinensische Guide, der uns heute begleitet. Wir besichtigen die Geburtskirche und eine christliche Universität. Dort findet ein Austausch mit einigen Studierenden statt. Es ist interessant, dass mehr Frauen als Männer und mehr Moslems als Christen dort studieren und es zeigt uns, dass ein friedliches Miteinander möglich ist.

Mittags sind wir bei einer christlich palästinensischen Familie eingeladen. Ursula, die Tochter von Faten Mukarker, erzählt uns von ihrem Leben. Abends geht es wieder über die Grenze, zum Beginn des Shabbat an der Klagemauer in Jerusalem.

Am nächsten Tag erkunden wir zu Fuß Jerusalem. Der Weg geht vom Ölberg herab, am Garten Gethsemane vorbei und durch das Stefanstor in die Altstadt. Dort folgen wir Jesus‘ Leidensweg auf der Via Dolorosa bis zur Grabeskirche. In einem Wiener Kaffeehaus lassen wir uns mit Kaffee und Sachertorte verwöhnen und genießen anzuschließend von der Dachterrasse einen herrlichen Ausblick auf Jerusalem. Nach dem Abendessen im Hotel bekommen wir den Besuch von Eva Chlebowski aus Tel Aviv. Sie hat mit 18 Jahren Deutschland verlassen und will uns einen Einblick in ihr Leben geben, in dem sie uns auf alle Fragen Antworten gibt. Dies gibt uns noch einmal einen tiefen Einblick in das Leben in Israel.

An unserem letzten Tag vor Ort stehen noch zwei große Punkte auf dem Programm: das Herzl-Museum und Yad Vashem. Das audiovisuelle Herzl-Museum zeigt uns wie früh es schon Vorstellungen gab, einen Jüdischen Staat zu errichten. Der Besuch in dem Holocaustmuseum ist ein ergreifendes Erlebnis. Die Geschichten der Zeitzeugen gehen einem ganz schön unter die Haut.

Nachmittags gibt es einen lockeren Bummel über den Mahane Yehuda Markt. Er ist ein Spiegelbild des jüdischen Alltags. Anschließend fahren wir mit dem Bus durch das Viertel der orthodoxen Juden, um noch einmal das jüdischen Lebens einzutauchen.

Am nächsten Morgen in aller Frühe geht es auf die Heimreise. Wir haben viele neu interessante Erkenntnisse im Gepäck.

-Eva Oberwittler (Freizeitteilnehmerin)

 

 

                     

 

 

#ZEITFÜRMEER in Grömitz

 

Schon vor dem Start der Ferienfreizeit war klar: Der Sommer 2020 wird für 20 mutige Reisende die mit Abstand beste Zeit seit Beginn dieses Jahres. Und dass, obwohl die Planungen dafür anders als gewohnt erst Mitte Mai begannen und die Liste der Teilnehmenden bis zwei Wochen vor Abfahrt noch nicht komplett war.
Wir haben in diesen Tagen vor der Jugendfreizeit eine ganz neue Form der Beständigkeit innerhalb der Angebote für Jugendliche kennengelernt. Denn einzig Bestand hatte die deutliche Aussage, dass es Angebote für Jugendliche in den Sommerferien geben würde. Viel mehr wussten wir erst als es dann endlich am 2. Juli los ging.
Teilnehmende und Mitarbeitende der Kirchengemeinde Leopoldshöhe und des CVJM Leopoldshöhe in Kooperation mit dem CVJM Kreisverband Lippe e.V. machten sich auf die abenteuerliche Reise unter Pandemie-Bedingungen. Das Reiseziel war anders als geplant nicht ein Camp am Mittelmeer in Kroatien, sondern die türkisblaue Ostseeküste. Im lippischen CVJM-Feriendorf Grömitz am Lensterstrand erwarteten die Teilnehmenden unter dem Motto „#ZEITFÜRMEER“ 13 Tage Programm, Gemeinschaft und Erholung. Eigentlich war auch Sommerwetter mit ausgiebigen Strandmomenten eingeplant – aber was ist schon ein guter Plan in diesen besonderen Zeiten? Stattdessen bekamen wir mit Herbsttemperaturen viel Zeit für mehr Gemeinschaft in Kleinstgruppen, den sogenannten „Squads“. In diesen verbrachten wir Zeiten im Gespräch („Storytimes“) über relevante Alltagsthemen der Jugendlichen und Fragen zum Glauben an Gott. Es gab Zeit für mehr Erlebnisse an der frischen Luft. Gemeinsam haben wir im Garten gesungen. Eine Stadtrallye quer durch die Innenstadt von Grömitz, ein Abend mit Grenzen unter dem Titel „Tut er’s/sie’s oder nicht?“ und eine Strandolympiade mit der Ehrung des bestens Baywatch- Rettungsteams gehörten zum mit Abstand besten Frischluft- Programm. Auch besonders war, dass wir Zeit für mehr Tischgemeinschaft hatten, da das eigentliche Selbstbedienungsbuffet nur Gruppenweise, mit Mund- und Nasenschutz und mit mehr Bedienung durch das Personal zur allgemeinen Entschleunigung beitrug. Ein besonderes Highlight für alle Mitreisenden dieser Freizeit war der Strandgottesdienst („Thomasmesse“) zum Thema „Spuren im Sand“. Die gleichnamige Kurzgeschichte führte durch den Abend. Sie lud ein, zu intensiven Gespräch, zur Einkehr und zum persönlichen Gespräch mit Gott. Eben mit dem Gott, der uns besonders in den schwierigen Zeiten des Lebens nicht alleine lässt, sondern ganz im Gegenteil, uns trägt, wenn unsere Beine schwach werden, wir unseren Kompass mal verlegen und uns unser Mut verlässt.
Neben diesen festen Programmpunkten blieb viel Zeit für Gesellschaftsspiele in der gemütlichen Kajüte des Hauses, für Sportspiele wie das Pumpenduell (mit eigens dafür umfunktionierten Fahrradluftpumpen und Korken) und Jugger sowie für kreative Workshops bei denen unter anderem Fackeln für die Abendabschlüsse am Strand hergestellt wurden und ein Floß aus Tetrapacks bis hin zur Fahrtauglichkeit konstruiert wurde.

Das Feedback der Teilnehmenden zeigt, wie dankbar wir auf diese #ZEITFÜRMEER 2020 in Grömitz zurückblicken und ermutigt uns für weitere Angebote im Bereich der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in dieser herausfordernden Zeit.

-Tim B. Seelbach

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